6. TAG DES IBERISCHEN PFERDES in München

Der Tag des Iberischen Pferdes in München hat inzwischen schon Tradition und zählt nach wie vor zu den ganz großen Veranstaltungen rund um das Spanische Pferd.

Obwohl das Wetter - anders als in den vergangenen Jahren - alles andere als "spanisch" war, konnte trotzdem beinahe die Besucherzahl vom Vorjahr erreicht werden. Vom Veranstalter Armin Rahn wurde jedoch auch alles getan und so wurde ein Mammutprogramm für zwei Tage präsentiert.

Neben dem Schauprogramm, das u.a. mit einer Quadrille aus dem Stall von Marc de Broissia, der Stierkampfsimulation mit Florian Müller auf ALMANZOR, Vaquero-Reiterei mit Manolo Oliva und der farbenprächtigen Feria-Truppe vom Bruns Andalusierteam mit einer gelungenen Mischung gut besetzt war, wurde Samstags noch das Reitturnier mit den Klassen C1, C2 und C3 gezeigt. Sonntags stand dann erstmalig eine Zuchtschau nach spanischem Reglement (siehe folgenden Bericht) mit der Körung des CAMPEON DE ALEMANIA sowie eine Verkaufsschau und Schauvorführungen auf dem Programm. Eingebunden waren diese Vorführungen in die Feria-Stimmung, die von den vielen Ständen mit Tapas, Musik und spanischem Reitzubehör ausging.

Insgesamt war der 6. Tag des Iberischen Pferdes eine rundum gelungene Veranstaltung.

1. CAMPEONATO DE ALEMANIA DE CABALLOS DE P.R.E.

Zum sechsten Mal wurde im Rahmen des "Tag des iberischen Pferdes" in München eine Zuchtschau veranstaltet. Erstmalig wurde dabei das spanische Reglement angewendet und die Zuchtschau als "CAMPEONATO DE ALEMANIA DE P.R.E." ausgeschrieben.

Diese Aufwertung hatte zur Folge, daß zunehmend mehr Pferde ausgestellt werden und die Züchter und Besitzer weite Anreisewege in Kauf nehmen. Selbst aus dem fernen Holland wurden von der Familie van Poppel einige Pferde angefahren und ausgestellt. Insgesamt nahmen 36 Pferde an den verschiedenen Zuchtklassen teil die von Javier Romero Garcia gerichtet wurden. Nachdem die Sektionssieger ermittelt waren, hielt das spanische Reglement bei der Bestimmung der Campeones noch eine Überraschung für die Aussteller bereit. Nach allgemeiner Überzeugung sollten die Campeones nach der rein zahlenmäßig höchsten Punktzahl bestimmt werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr müssen die Sektionssieger noch einmal gegeneinander antreten. Aus diesen werden dann durch erneuten Vergleich die Campeones ermittelt, wobei - eine weitere Überraschung - erst die Sieger ab der Sektion 7a (Pferde 4 Jahre und älter) berücksichtigt werden, da jüngere Pferde noch nicht in der Zucht eingesetzt werden. Aber es ist nicht nur der sportliche Aspekt, der im Wettstreit der Züchter und Besitzer den Reiz solch einer Veranstaltung ausmacht. Auch die Bedeutung für die Verkaufsbemühungen der ausstellenden Züchter wird gestärkt. So ging die Siegerstute der Sektion 3a DULCINEA S.T. für einen sehr ansprechenden Preis an einen neuen Züchter. Damit schließt sich der Kreis zu den Wettbewerben in Spanien - denn auch dort werden anlässlich der Zuchtschauen beste Geschäfte getätigt.

Für die Zukunft kann die Aufgabe daher nur darin bestehen, die Bedeutung solcher Veranstaltungen weiter hervorzuheben; denn was sich jetzt noch in kleinem Rahmen zu entwickeln beginnt wird letztendlich dazu führen, daß wir nicht nur durch die Qualität unserer Pferde sondern auch durch die Art der konzentrierten Präsentation für das internationale Publikum interessant werden und dadurch eine weitere Verbesserung bei den Verkaufsmöglichkeiten geschaffen wird.

>> Ergebnisse aller Sektionen

Das Reitturnier in den Klassen C1, C2, C3
Der Bericht zum Reitturnier folgt,
die Ergebnisse stehen Ihnen jedoch vollständig zur Verfügung.

>> Ergebnisse aller Klassen

Einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern ist auch unter http://www.andalusier.de zu finden.

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